Ausbildung zum Shiatsu-Practitioner

Die Gesamtausbildung zum Shiatsu-Practitioner findet in Kooperation zwischen Manus und Shiatsu Austria statt. Die berufsbegleitende Ausbildung im Modulsystem erfolgt nach den Richtlinien des österreichischen Dachverbandes für Shiatsu. Sie schließt mit einer Diplomprüfung ab; sofort nach Ausbildungsende kann eine selbständige Tätigkeit mit Gewerbeschein aufgenommen werden.

Hintergrund und Berufsbild

Shiatsu hat seinen Ursprung in fernöstlichen Heilmethoden, die auf der Vorstellung einer allen Lebewesen innewohnenden, dynamischen Lebensenergie gründen, die in China Qi und in Japan Ki genannt wird. Zudem ist Shiatsu von westlichen Gesundheitskonzepten beeinflusst, die sich ebenfalls an einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen orientieren.

Gesundheit und Wohlbefinden eines Menschen, der als untrennbare Einheit von Körper, Seele und Geist betrachtet wird, sind Zustände harmonisch-dynamischer Ausgewogenheit und zeigen sich in einem gleichmäßigen Fließen und einer ausgeglichenen Verteilung der Energie in den Meridianen und im gesamten Organismus.

Shiatsu ist eine eigenständige, in sich geschlossene Form der manuellen, ganzheitlichen Behandlung und die Ausbildung zum/r Shiatsu-Praktiker/in ist die Basis für die selbständige gewerbliche Tätigkeit gemäß dem Ausbildungsprofil der Massageverordnung (BBGI II Nr. 68/2003, BGBI Nr. 135/2009), das eine Ausbildung von zumindest drei Jahren vorschreibt. Sie folgt den Richtlinien des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu (» https://oeds.at/ausbildung/lehrplan) und bietet eine professionelle Ausbildung auf höchstem Niveau.

Modularer Aufbau der Ausbildung

 

Shiatsu Ausbildung Module v2.png
  • Alle Kurse sind in sich abgeschlossen, einzeln belegbar und nicht an die Ausbildung gebunden. Es ist deshalb jederzeit möglich, nur einzelne Seminare zu besuchen.
  • Interessierte auch anderer Berufe und Ausbildungen (z. B. Massage, Physiotherapie, Krankenpflege) können Kurse der Shiatsu-Ausbildung besuchen, um die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in ihren Berufsalltag zu integrieren.
  • Interessierte, die keine Shiatsu-Ausbildung machen und auch nicht ihren beruflichen Alltag mit ergänzenden Kenntnissen und Techniken erweitern möchten, können Kenntnisse in Shiatsu für ihr privates Umfeld erwerben.
  • Basiskurse können ohne jegliche Vorkenntnisse besucht werden, Aufbaukurse erfordern – je nach Kurs unterschiedliche und beim jeweiligen Kurs angegebene – Voraussetzungen, die aber nicht an Kurse der Shiatsu Austria gebunden sind, sondern auch vergleichbare Vorerfahrungen berücksichtigen.
  • Die Hauptmodule der Ausbildung können kostenlos wiederholt werden.

Aufbau der Ausbildung

Die Kernstruktur der Ausbildung bilden sieben Module, die teilweise aufeinander aufbauen. Diese werden mit begleitenden Kursen, Seminaren, Übungs- und Praxisteilen zur professionellen Shiatsu-Ausbildung ergänzt.
Die Ausbildungsmodule unterteilen sich in
 
  • Basiskurse,
  • Aufbaukurse,
  • ergänzende Kurse,
  • Wahlkurse,
  • Praxis und
  • Abschluss.

Mit dem Abschluss der Ausbildung haben Sie alle fachspezifischen Voraussetzungen für die Ausstellung der Gewerbeberechtigung („Massage eingeschränkt auf Shiatsu“) erlangt.

Ausbildungsprofil der Massage-Verordnung

  1. Allgemeine Theorie (Verständnis von Ki, Yin und Yang, Fünf Elemente, Grundbegriffe der Traditionellen Fernöstlichen Medizin uvm.): mindestens 40 Stunden
  2. Spezielle Shiatsu-Theorie (Meridiane, Lokalisation und Indikationen von mindestens 100 Punkten, verbotene Punkte, spezielle Punkte, Umgang mit Schwierigkeiten in Shiatsu-Sitzungen uvm.): mindestens 80 Stunden
  3. Medizinisches Grundwissen (Anatomie, Physiologie, Kontraindikationen, Hygiene, Erste Hilfe): mindestens 105 Stunden
  4. Behandlungstechniken (Arbeit aus dem Hara, unterschiedliche Druck- und Shiatsu-Techniken, Arbeit mit den klassischen Meridianen und/oder dem Meridiansystem nach Masunaga, Sedieren und Tonisieren, Meridiandehnungen uvm.): mindestens 180 Stunden
  5. Energetische Einschätzung des Behandlungsaufbaus (Bo Shin, Bun Shin, Mon Shin, Setsu Shin, Harakontrolle, Rückenkontrolle, Meridiankontrolle, Zungenkontrolle uvm.): mindestens 115 Stunden
  6. Persönlichkeitsentwicklung und Schulung der Wahrnehmung (Schulung von Selbstreflexion und Wahrnehmung, Persönlichkeitsentwicklung im Sinne der Shiatsu-Begegnung, begleitende Gesprächsführung, ethische Grundlagen uvm.): mindestens 100 Stunden
  7. Übungspraxis (begleitende Fallanalysen, Supervision): mindestens 30 Stunden

Die gesamte theoretisch/praktische Ausbildung umfasst mindestens 650 Ausbildungsstunden während einer Dauer von drei Jahren. Zudem müssen mindestens 150 Shiatsu-Sitzungen protokolliert nachgewiesen werden.
Dieses Ausbildungsprofil wird gemäß den Richtlinien des Dachverbandes ergänzt mit 50 Stunden westlicher Pathologie, 15 Stunden Shiatsu-Selbsterfahrung und der Erstellung von „Fallbeschreibungen“.

Kostenlose Infoabende / Schnupperkurse

Regelmäßig stattfindende Info-Abende / Schnupperkurse sollen Interessierten helfen, Fragen zu und rund um Shiatsu und die Shiatsu-Ausbildung zu klären und zugleich auch die praktische Arbeit des Shiatsu kennenzulernen.
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Ausbildungsbeginn Zen-Shiatsu

Die Gesamtausbildung beginnt mit dem Kurs „Zen-Shiatsu“: Infos und Termine hierfür finden Sie hier >>